Technik

Beschreibung der Funktion

Zeichnung 1Zeichnung 2

Die Windrose, das ist das kleine Windrad an der Rückseite über der Mühlenkappe, dreht die Kappe bei wechselnder Windrichtung automatisch über ein gusseisernes Getriebe in die richtige Windrichtung. Das heißt die Kappe wird so gedreht, dass das Flügelkreuz frontal gegen den Wind gerichtet ist. Somit ist die Mühle stabil und immer Einsatzbereit. Das heißt sie muss nicht wie bei der Holländermühle mit Steert von Hand in den Wind gedreht werden.

Von der Umlaufenden Galerie aus wird die Mühle bedient. Hier hängt unter der Windrose also an der Rückseite von der Kappe herab die Kette vom Fangstock. Der Fang ist die Bremse und der Fangstock, der Hebel mit dem die Bremse gelöst oder festgesetzt wird. Des weiteren die Ketten vom Jalousiehebel zum Verstellen der Jalousien. Dies erklärt auch die umlaufende Galerie, den die Kappe wird ja ständig durch die Windrose bei Windrichtungswechsel weitergedreht. Soll nun die Mühle in Betrieb genommen werden, so wird über die Kette vom Fangstock der Fang gelöst, an der Zugkette vom Jalousiehebel gezogen, ein Gegengewicht in die Kette eingehängt und durch weiteren Zug an der Kette die Jalousien soweit geschlossen, dass das Flügelkreuz in Drehbewegung kommt.

Ist die Mühle erst einmal angelaufen so erwärmt sich der Talg auf dem Wellenhals, der zur Schmierung der Flügelwelle dient und die Flügel drehen sich immer schneller. Ideal sind 12 bis 15 Flügelumdrehungen je Minute. Über die Zugketten zum Jalousiehebel lassen sich die Jalousien jederzeit wieder öffnen oder schließen und damit immer den Windverhältnissen anpassen.

Beginnen wir unseren Rundgang auf dem Hof vor der Mühle.

Bei dieser Mühle handelt es sich um einen Galerieholländer mit Windrose. Zu sehen an der Galerie, oder auch Zwickstell die zur Bedienung der Mühle um den Unterbau herum gebaut ist. Dieser Unterbau ist massiv aus roten Backsteinen mit bis zu einem Meter dicker Wand zweigeschossig ausgeführt. Eine Besonderheit ist hier die außen geführte Sackwinde. 
Da diese Mühle keine Durchfahrt besitzt, ist die Sackwinde zum end- und beladen nach außen geführt.

Betreten wir nun den Innenraum, so ist hier keine Mühlen- und Mahltechnik zu sehen. Des Erdgeschoss diente in früheren Zeiten immer nur als Lagerraum. Die mächtigen Deckenbalken werden von zwei Ständern mitten im Raum gestützt. Der mit Ziegelsteinen gepflasterte Boden wurde später mit Beton überdeckt. Heute ist hier wieder ein rotes Klinkerpflaster. Über die Treppe führt der Weg auf den nächsten Boden. Hier auf dem Mehlboden sind die Lichterrein von den Mahlgängen zu sehen. Daneben steht der Elevator mit dem Zulauftrichter vom Steinboden aus. Weiterhin sind die Absackrohre von den Mahlgängen und die von den Sichtern zu sehen.

Ein Bereich der Decke fällt durch seine tiefe Bauweise auf. Hierüber befindet sich der Pellgang. Die Decke ist in diesem Bereich doppelt und in dieser Kammer die dadurch entsteht befindet sich der Pellstein. Auf dem Steinboden sind die mächtigen Bütten der Mahlgänge mit den Steingalgen zu sehen. Hier stehen auch die Sichter und der Einfülltrichter für den Elevator. Über Ihnen befindet sich das Stirnrad, in das die Klüver der Mahlgänge mit den Stockrädern eingreifen. Eine Besonderheit ist der Pellgang, von dem Sie aber nur den Klüver und den Eifülltrichter sehen. Der Pellstein ist im doppelten Boden in einer Kammer verborgen.


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